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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 03/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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Bauturbo, LBO-Novelle, virtuelles Bauamt... Das schnelle Bauen kann gar nicht schnell genug kommen. Schon wenige Monate nach Inkrafttreten neuer Gesetze und Verordnungen werden optimistische Botschaften verbreitet. Die Bauwirtschaft meldet sich füllende Auftragsbücher, manche Medien nehmen den Spinn auf: Es tut sich was! In Wahlkampfzeiten geraten Positionsbestimmungen gern mal etwas rosig gefärbt. Und das Anstoßen von Veränderungen wird schon für die Veränderung selbst gehalten. Kammerpräsident Markus Müller rückte die Optik zurecht. Noch könne wenig Belastbares über Erfolg oder Misserfolg gesagt werden. Die Architektenkammer sammelt die Erfahrungswerte ihrer Mitglieder, validiert und spielt die Erkenntnisse zurück. So viel Struktur, so viel Zeit muss sein.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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„Noch zu früh zum Jubeln“ |
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Der Bausektor sieht eine Erholung in der Auftragslage – jetzt müsse die LBO-Novelle konsequent angewandt werden, forderte Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft BW, in einer Pressekonferenz. SWR Aktuell BW berichtete am 28. Januar. Als Gast in der Sendung: AKBW-Präsident Markus Müller (l.), der seit langem die Stagnation im Wohnungsbau kritisiert. „Die Politik hat was gemacht“, sagte Moderator Sven Rex (r.) nach Einspielung des Berichtes und stellte fest: Es sei doch schon „besser geworden“ durch die LBO-Reform. „Was jetzt gebaut wird, wurde schon vor der Reform genehmigt“, korrigierte Müller. Zum Jubeln sei es zu früh. Aus der Mitgliedschaft kämen keine eindeutigen Signale. So berichteten viele, es habe sich nichts geändert. Zudem: Papiere zu digitalisieren, reiche nicht. „Es geht am Schluss darum, dass Wohnungen gebaut werden, und davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt.“ Was tun? Die Genehmigungsprozesse deutlich entschlacken, vorneweg solche Vorschriften lichten, aus denen Kostensteigerungen resultieren, antwortete Müller. „Vor allem braucht es Impulse aus der Politik, die die Finanzierungs-Rahmenbedingungen verbessern.“
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Warum sich Engagement lohnt |
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„Die Kammer ist mehr, als nur den Beitrag zu zahlen“, sagt Michaela Wengert. Durch ihr erstes Ehrenamt in der AKBW, als Vorsitzende des Kompetenzteams „Zukunftsfähige Kammer und Mitgliederprozesse“, hat die Architektin erlebt, wie man die Ausrichtung der AKBW selbst aktiv mitgestalten kann und wie viel Wertschätzung Ehrenamtliche erfahren. Passend dazu würde ihre (fiktive) Bewerbungsrede für ein Amt den Titel „Team Kammer“ tragen. Ganz ohne Herausforderungen ist das Ehrenamt jedoch nicht: Wengert wünscht sich mehr Offenheit gegenüber neuen Stimmen. „Vielleicht habe ich nicht 20 Jahre Erfahrung, aber ich habe eine Meinung und gehe mit offenen Augen durch die Welt – das sollte doch reichen, um einen Beitrag zu leisten.“
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2026 ist > Kammerwahljahr: Bis zum 25. Mai können Wahlvorschläge für Kammergruppenvorstände und für Kandidat:innen der Landesvertreterversammlung (LVV) eingereicht werden. Zum Abschluss wird im November bei der LVV 2026 das neue Präsidum gewählt.
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Kann ich als AiP eingetragen sein und in der Schweiz arbeiten? Ist es möglich, Junior-Mitglied zu werden, wenn ich nach dem Studium das Bundesland wechsle? Was braucht es für die Eintragung bei der Architektenkammer Baden-Württemberg? Rund 30 Studierende der Landschaftsarchitektur und der Stadtplanung kamen zu der Infoveranstaltung von AKBW und Versorgungswerk an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Zu den Referenten gehörte auch Yannik Klauß (Foto) vom AKBW-Netzwerk AiP/SiP, der aus persönlicher Sicht schilderte, warum sich die Kammermitgliedschaft lohnt und welche Vernetzungsmöglichkeiten sich für die „Neuen“ bieten. Jörg Sigmund, Freier Landschaftsarchitekt und Dozent an der HfWU, hielt ein flammendes Plädoyer für die selbstständige Tätigkeit in den gestalterischen Planungsberufen.
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Was sich bei den Zuschüssen geändert hat |
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In der Reihe „DenkMal am Mittwoch“ stellen drei Referentinnen aus dem Bereich Denkmalförderung am 11. Februar, 11-12 Uhr, die jüngsten Änderungen im Zuschussbereich vor. Dazu gehört die Erläuterung von neuen Online-Formularen, mit denen sich Zuwendungen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen beantragen bzw. ein Teilauszahlungsbetrag anfordern lassen. (Foto: als beispielhaft prämiertes > Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde Musberg)
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Am besten einfach die Wahrheit sagen |
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„Wenn es im Verhandlungsverfahren um Kosten geht, sagen Sie als Bieter am besten einfach die Wahrheit.“ Solch ein praxisnaher Ratschlag, wie ihn die VgV-Spezialistin Margit Goral (Foto) den rund 600 Anwesenden erteilte, ist für Deutschlands größte vergaberechtliche Fachveranstaltung typisch. Denn der Vergabetag Baden-Württemberg lebt von der Kombination aus Fachvorträgen und direktem Austausch mit den Referent:innen. Im Mittelpunkt der 24. Ausgabe: das öffentliche Vergaberecht und die damit verbundenen Herausforderungen für Vergabestellen. Karin Baumeister, Justiziarin der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, betonte den gesetzgeberischen Willen, mittelständische Interessen bei EU-weiten Vergaben weiterhin zu berücksichtigen. Der Dialog zwischen Auftraggebern und Planerseite auf dem Vergabetag ermöglicht es, Praxisfragen unmittelbar zu klären und Handlungsempfehlungen mitzunehmen – ein konkreter Mehrwert für alle, die mit Vergaberecht befasst sind.
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| „Es ist und war gesetzgeberischer Wille, mittelständische Interessen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge oberhalb der EU-Wertgrenze vornehmlich zu berücksichtigen.“ |
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| Karin Baumeister, LL.M, Syndikusrechtsanwältin, IngK BW
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Für ein Forschungsprojekt zum kreislauffähigen Bauen ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf Suche nach wertvollen Holzkonstruktionen in Abrissgebäuden: Altholz aus Balken, Trägern, Dielen oder ähnlichen Elementen. Das KIT dokumentiert die Geschichte des entsprechenden Bauwerks und macht den Beitrag zur nachhaltigen Baustoffverwertung öffentlichkeitswirksam sichtbar.
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Dranbleiben für den Wandel |
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Wie regionale Transformation gelingen kann, darüber diskutierten (Foto v. l.) Recycling-Unternehmer Stephan Karle, AKBW-Berufspolitikreferent Dr. Felix Goldberg, Architekt und KI-Experte Timo Bilhöfer sowie Unternehmensberater Marcus Hergert beim dritten „Macher:innengespräch“ des Kammerbezirks Stuttgart. Klar wurde: Es mangelt weniger an Ideen als an passenden Strukturen, Zeit und echter Zusammenarbeit. Im Fokus standen die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, der Umgang mit dem Bestand, offene Daten als Basis für Kooperationen sowie nachhaltige Unternehmensstrategien. Der gemeinsame Nenner des Abends: „Wenn man etwas erreichen will, muss man dranbleiben.“ Denn Wandel gelinge nur, wenn Wissen geteilt, Prozesse verknüpft und regionale Akteure miteinander vernetzt werden.
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Für sein Projekt „Pionierwohnen im Neckarspinnerei-Quartier“ erhält ADAPTER e. V. einen der insgesamt sieben „max40“-Preise. In den ehemaligen Produktionshallen einer alten Spinnerei in Wendlingen am Neckar hat der gemeinnützige Stuttgarter Verein mit dem selbst entwickelten flexiblen System ENDO hochwertigen Wohnraum geschaffen, um Leerstand zu überbrücken und neue Wohnformen in der Praxis zu testen. Der Wettbewerb „max40“, der Förderpreis für junge Architektinnen und Architekten, wurde von zehn BDA-Landesverbänden ausgelobt. Die Ausstellung dazu öffnet am 27. Februar im Deutschen Architekturmuseum, im Frühling/Sommer kommt sie nach Stuttgart in den Wechselraum. Darüber hinaus zählt das preisgekrönte „Pionierwohnen“ auch zu den > IBA'27-Projekten.
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| Gesucht: Name für AKBW-Chatbot |
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Wie soll das Baby heißen? |
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Sieben Tage die Woche und rund um die Uhr: in Kürze steht ein Chatbot auf der AKBW-Webseite zur Verfügung, der Fragen zur Eintragung beantwortet. Allerdings fehlt dem Agenten noch ein Name! Haben Sie eine Idee? Wir freuen uns über > Vorschläge per Mail. Aus den Einsendungen wird eine kleine Jury die beste Idee herausfiltern. Unabhängig von dem neuen Chatbot-Angebot behalten wir selbstverständlich die persönliche Beratung im Rahmen des > Rückrufservices oder die Bearbeitung von schriftlichen Anfragen im bisherigen Umfang bei.
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Bilder von oben: Andreas Keller; SWR/AKBW; AKBW; AKBW; Günter E. Bergmann; AKBW; KIT/KHB; AKBW; Vuk Kokot; AKBW |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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