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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 02/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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wie oft haben Sie in letzter Zeit das Wort Komplexität gehört? Architektur, unumstritten, ist ein sagenhaft komplexer Prozess. Denn Architektur versucht, die Bedingungen der Umwelt zu erfassen, zu integrieren und zu gestalten. Zugleich haben sich Prozesse und Verfahren im Bemühen, sie berechenbarer und beherrschbarer zu machen, zu kaum noch auflösbaren Komplexen verknotet. Der Soziologe Hartmut Rosa sieht den „Menschen in den Fängen von Richtlinien und Formularen“. Zur Bewältigung der Komplexität zerlege man in der Moderne vielschichtige Konstellationen in Einzelteile und arbeite diese ab. Dies, sagt er, sei aber nicht „handeln“ im Sinne von interpretieren und nach Erfahrung urteilen, sondern ohnmächtiges und angstbesetztes Bearbeiten von Einzelaspekten. Dabei gehe immer etwas verloren. Rosa vermisst den ganzheitlichen Ansatz: Genau für diesen stehen aber Architekt:innen und Stadtplaner:innen. Sie sind Spezialisten UND Generalisten; sie vereinen – als eine der wenigen Disziplinen überhaupt – Fachwissen und die Fähigkeit, aufs Ganze zu blicken. Diese großartige Koordinationsleistung wird in unserer Gesellschaft allzu oft übersehen oder demütigend gering honoriert.
Eine gute Woche wünscht Ihr AKBW-Team
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| Klausurtagung Landesvorstand 2026 |
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Positionsbestimmung im Bauhaus-Ambiente |
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Klausurtagung im Haus auf der Alb, einem vom Stuttgarter Architekten Adolf G. Schneck konzipierten „Bauhaus-Komplex“ aus den 1920er Jahren, der heute als Tagungsstätte der Landeszentrale für politische Bildung genutzt wird. Ein Ort also, der den Geist des „Neuen Bauens“ atmet, und daher für eine Klausur des AKBW-Landesvorstands geradezu prädestiniert ist. Zwei Tage ging es hier um die Transformationserfordernisse von Büros und die Schlussfolgerungen für die Kammer. Für einige Landesvorstände war es die letzte Klausurtagung. Im November sind Kammerwahlen. Manche, darunter AKBW-Präsident Markus Müller, werden aufgrund der Amtszeitbegrenzung auf drei Wahlperioden nicht mehr kandidieren können. Dem Landesvorstand, der 2027 zur Klausur zusammenkommt, sollen – so der Wille der LVV 2025 – nur noch 12 statt 18 Mitglieder angehören.
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Die Architektenkammer hält für ihre Mitglieder eine ganze Reihe von Dienstleistungen bereit: Beratung und Hilfestellungen für deren tägliche Arbeit. Um diese „Arbeitshilfen für die Praxis“ noch bekannter zu machen, stellt unsere Newsletter-Serie die Angebote im Einzelnen vor. Artikel, die bislang erschienen sind, finden sich > hier.
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Praxishilfen Teil 5: Merkblatt zur VwV TB |
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Die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VwV TB) enthält die wesentlichen Planungsgrundlagen zur Konkretisierung der bauordnungsrechtlichen Anforderungen der LBO. Seit 12. Januar ist sie in neuer Fassung gültig. Aber was hat sich konkret geändert? Wo finden sich die neuen Richtlinien und technischen Anhänge? Welche Relevanz hat das für die Planung? Das Merkblatt Nr. 611 in der > Datenbank Broschüren und Merkblätter enthält nicht nur die neue VwV TB, sondern auch eine Einführung der AKBW, die Hintergrund und Bedeutung erläutert, und gibt einen Überblick über die wesentlichen Änderungen.
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Gemeinsam mehr erreichen: Unter diesem Motto hat Albrecht Reuß das Online-Netzwerk Stadtplanung BW „Vernetzten. Planen. Gestalten.“ ins Leben gerufen. „Im Netzwerk soll ein vertrauensvoller Austausch mit Fachkolleginnen und -kollegen möglich sein“, erklärt der Stadtplaner, der seine Fachrichtung im AKBW-Landesvorstand vertritt, und weiter: „Wir wollen neue Kontakte knüpfen, über berufliche Fragen diskutieren, aber uns auch gegenseitig Inspiration über Best-Practice-Beispiele oder Veranstaltungs-Tipps geben – persönlicher und nahbarer als über die bekannten Sozialen Medien.“ Das offene und niederschwellige digitale Angebot, bei dem der SRL kooperiert, richtet sich an alle im Bereich Stadtplanung Tätige, unabhängig von der Zugehörigkeit zu Verbänden oder Kammern.
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Die Kammerfamilie aus den 16 Länderkammern sowie der Bundesarchitektenkammer startete zu Jahresbeginn mit neuem crossmedialen Kommunikationskonzept: Seit Januar ist die neue DAB-Website online. Vor wenigen Tagen ging der erste Newsletter „DAB-Update“ an die Abonnenten raus, der alle zwei Wochen – unabhängig von unserem AKBW-Newsletter für Baden-Württemberg – das Wichtigste aus dem Kammer-Kosmos, den neuesten Input zum Thema Baukultur und kritische Analysen der Redaktion liefert. Das neue DAB postet auf LinkedIn und Instagram. Und das DAB-Magazin, bislang monatlich zugestellt, kommt künftig als gedrucktes Quartalsheft. Die erste Ausgabe erscheint Anfang März. Das vertraute Medium „Deutsches Architekt:innenblatt“ schärft damit seine Relevanz als bundesweite, gemeinsame Stimme der rund 140.000 Architekt:innen und Stadtplaner:innen in Deutschland.
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| „Die Politik weiß zu wenig über die gesellschaftliche Relevanz von guter Planung.“ |
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| Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer
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Geld genehmigt, Raum gefunden |
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Der Countdown läuft: 2027 ist das Ausstellungsjahr der Internationale Bauausstellung StadtRegion Stuttgart. Der Stuttgarter Gemeinderat bewilligte trotz rigidem Sparkurs die Mittel dafür. Ebenso gute Nachricht: Der zentrale Ort für das Finale ist gefunden – das ehemaliges Galeria Kaufhof-Gebäude in der Stuttgarter Innenstadt. Eine erste Augenscheinnahme ist bei der Langen Nacht der Museen am 21. März möglich. Abschied nehmen hieß es dagegen vom „Raum der IBA‘27“ (Foto), der in Zwischennutzung die Projekte wie auch die Themen des Bauens, Wohnens und der Stadtentwicklung einem breiten Publikum zugänglich machte. Jetzt liegt der Fokus des IBA’27-Teams auf den Planungen, die IBA’27 im Ausstellungsjahr vom 24. April bis 30. Oktober 2027 erlebbar zu machen.
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Zwei Pritzker-Preisträger:innen, der Planer des ikonischen Kanzlerbungalows in Bonn sowie einer der bedeutendsten Architekturfotografen der Nachkriegsmoderne in den USA: Organisiert von der Kammergruppe Esslingen I, läuft an vier Dienstagen im Februar im KOKI Esslingen die Reihe „Architektur im Kino“. Auf dem Programm stehen „Sep Ruf – Architekt der Moderne“ (3. + 28. Februar), „Rem Koolhaas – A Kind of Architect + Point of Origin: Building a House in Austria“ (3. + 17. Februar, „Gebaute Visionen + A Day with Zaha Hadid“ (10. + 17. Februar) sowie „Visual Acoustics: The Modernism of J. Shulman“ (10. + 24. Februar).
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Wie sich moderne pädagogische Schulkonzepte und Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes miteinander vereinbaren lassen, ist eine der Fragestellungen, die bei den 19. Stuttgarter Brandschutztagen am 4. und 5. Februar in Stuttgart beleuchtet werden. Noch bis zum 23. Januar ist eine Anmeldung zu der Veranstaltung von InformationsZentrum Beton in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer und der Ingenieurkammer BW möglich. Zu dem umfangreichen Programm zählen Updates aus Brandschutzpraxis und Bauordnungsrecht, innovative Technologien, aber z. B. auch die zunehmend komplexe Verteilung von Rollen und Aufgaben im Bau- und Planungsprozess. (Foto: als beispielhaft prämierte > Evangelische Jakobusschule)
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Wiederverwenden: Vorzeigeprojekte gesucht |
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Im Rahmen des Strategiedialogs „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ (SDB) fördert das Land Baden-Württemberg ab sofort innovative Projekte zur Wieder- und Weiterverwendung von Bauteilen. Insgesamt 500.000 Euro stehen für „Modellprojekte Bauteilwiederverwendung“ zur Verfügung. Dabei geht es vor allem um tragende Bauteile wie Stahlträger, Holzbalken oder Betonbauteile – ein wichtiger Schritt, um Ressourcen zu schonen und CO₂ beim Bauen zu reduzieren. Gesucht werden Vorhaben mit hohem Praxis- und Nachahmungspotenzial, angesprochen sind öffentliche und private Bauherren. Die Einreichungsfrist von Projektskizzen läuft in zwei Runden, Ende der ersten: 31. März. (Foto: Als beispielhaft prämierter > Hallenbau von Holzbau Schmäh, Meersburg, bei dem alle Verbindungen mechanisch gefügt sind, um einen sortenreinen Rückbau und eine Wiederverwendung der Bauteile zu ermöglichen)
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DAS HAUS und die LBS stellen ihren diesjährigen Bauherren-Preis „Das Goldene Haus“ unter das Motto „AUS HOLZ GEBAUT – leicht, schnell, nachwachsend!“ Gesucht sind Einfamilien-, Doppel- oder kleine Mehrfamilienhäuser, die mit dem Hauptbaustoff Holz realisiert wurden; die Ausschreibung bezieht sich auch auf An- oder Ausbauten bzw. Aufstockungen im Bestand. Bei der Beurteilung fallen insbesondere Kriterien wie architektonische Qualität, energetisches Konzept und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ins Gewicht. Einsendeschluss ist der 10. März.
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Neue Ideen für alte Trafotürme |
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Vielerorts prägen sie als Relikte vergangener Zeit das Landschaftsbild: Trafotürme. Mit „Turmwärts – Hoch hinaus mit neuen Ideen“ startet das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) nun einen Wettbewerb zur kreativen Nachnutzung. Gesucht werden Projekte, die stillgelegte Trafotürme zu lebendigen Orten machen – etwa als Treffpunkt, Lernort, Kulturraum oder Beitrag zur Daseinsvorsorge. Mitmachen können Kommunen sowie Vereine, Stiftungen, Genossenschaften und kirchliche Organisationen aus dem Ländlichen Raum. Bewerbungen bis zum 13. Februar.
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Bilder von oben: Shakabra; AKBW; AKBW; citiplan GmbH; BAK; IBA'27; Kammergruppe Esslingen I; Brigida González; Stephan Baumann, bild_raum für Volkswohnung/LUBW; Martin Maier; Markus Traub; SPRINT/MLR |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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