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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
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| Newsletter 01/26 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Architekturinteressierte,
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wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. Dieses chinesische Sprichwort beschreibt ziemlich präzise die Optionen, auf Wandel zu reagieren. Die Kammer wählt die Windmühlen bzw. Windräder. Sie wandelt den Wind der Veränderung in Energie um und startet in Aufbruchstimmung ins neue Jahr: 2025 hatten die Landesvertreter:innen grünes Licht für einen Sparkurs gegeben – 2026 soll nun ein Jahr der Konsolidierung werden. Die Kammer macht sich auf, mit schlankeren Strukturen und kleineren Gremien die Herausforderungen anzugehen. Sich bescheiden, aber nicht im Tun! Die Dinge klar benennen, statt um den heißen Brei reden; echte Lösungen einfordern, statt die Lage schönfärben. Gelegenheit, Haltung und Gesicht zu zeigen, gibt es in diesem Jahr reichlich: Bei der Landtagswahl – und den Kammerwahlen. Für AKBW-Präsident Markus Müller gehört, wie er im „Wir sind Kammer!“-Video betont, in der Demokratie beides zusammen: Probleme benennen, konstruktive Vorschläge machen und um Kompromisse ringen. Ein in diesem Sinne bescheidenes, produktives Jahr wünscht
Ihr AKBW-Team
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Eine echte Traumbeziehung |
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Die Kammer und ihr Ehrenamt: eine echte Traumbeziehung. 2026 stehen Kammerwahlen an, jede Menge Ämter sind neu zu besetzen – wieso also nicht aktiv werden und sich aufstellen lassen? In der neuen Staffel von „Wir sind Kammer!“ wurden aktive Mitglieder gefragt: Was wäre der Titel ihrer fiktiven Bewerbungsrede? Was war ihr schönstes Kammererlebnis? Und was bringt sie auf die Palme? Markus Müller verrät: Nach seiner Amtszeit würde ihn das Amt eines Beisitzers in seiner Kammergruppe Bodenseekreis reizen – dort begann einst seine Kammerkarriere. Als größtes Glück nennt er die Entscheidung für die Internationale Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027 – und dass die AKBW IBA-Mitgesellschafterin ist: bundesweit eine Premiere. Sorgen bereitet dem Kammerpräsidenten dagegen die Neigung der Politik, die Dimension aktueller Umwälzungen nicht zu erkennen und reale Probleme kleinzureden. „Da müssen wir ganz, ganz ernsthaft um unsere Demokratie ringen.“
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| Neue VwV TB: AKBW informiert |
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Auch mit neu gefasster Holzbaurichtlinie |
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Seit dem 12. Januar 2026 ist die neue Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VwV TB) in Kraft. Zusammen mit ihr – als angepasste und ergänzte Musterverwaltungsvorschrift – wurden sechs weitere Musterrichtlinien, auf die sich die Bauministerkonferenz verständigte, für Baden-Württemberg als Technische Baubestimmung eingeführt. Insbesondere von Bedeutung: die neu gefasste Holzbaurichtlinie. Technische Baubestimmungen konkretisieren die in der baden-württembergischen Landesbauordnung (LBO) verankerten allgemeinen Anforderungen an bauliche Anlagen, Bauprodukte und Bauarten. Jochen Stoiber, AKBW-Referent Architektur und Technik, betont in diesem Kontext: „Die Technischen Baubestimmungen müssen alle am Bau Beteiligten beachten. Von ihnen kann nur abgewichen werden, wenn mit einer anderen Lösung in gleichem Maße die Anforderungen erfüllt werden.“
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| Barrierefreiheit: Kammergruppe aktiv |
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Einer Legende auf der Spur |
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In Kooperation mit der Stadt lädt die Kammergruppe Mannheim am 23. Januar, 13-17 Uhr, zum „Forum Inklusion und Barrierefreiheit: Barrierefrei Planen, Bauen und Wohnen“ in den Ratssaal ein. Zwei Fachvorträge widmen sich den Themen „Barrierefreiheit ist ein Kostentreiber im Wohnungsbau – Einer Legende auf der Spur“ sowie „Barrierefreie bauliche Umwelten für neurodivergente Personen“. Es folgen Best-Practice-Beispiele aus Mannheim sowie eine Podiumsdiskussion. Dieser Teil der Veranstaltung ab 15 Uhr wird auch > online übertragen. Für die Teilnehmenden vor Ort gibt es zusätzlich das Angebot eines Parcours: Ab 13 Uhr stehen Rollstuhl, Dunkelbrillen und Blindenführstock zur Verfügung, um Interessierte Erfahrungen mit Hilfsmitteln sammeln zu lassen. (Foto: als beispielhaft prämiertes > Barrierefreies Einfamilienhaus in Holzbauweise, Mannheim)
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Im Strategiedialog „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ ersonnen, sucht das Wohnbauministerium Modell- und Referenzprojekte für > Clever Bauen BW. Gefördert werden Neubauvorhaben oder Maßnahmen im Bestand, die Wohnraum schaffen und folgende Ziele verbinden: Baukostenreduktion durch innovativen Umgang mit Standards, Reduzierung von Betriebs- und Wartungskosten durch Vereinfachungen der technischen Gebäudeausrüstung sowie Ressourcenschonung. Fördervoraussetzung ist eine wissenschaftliche Begleitung. Eine zweite Förderlinie gilt für Machbarkeitsstudien in frühen Planungsphasen zur Reduktion von Komplexität oder Aktivierung von Leerstand. Einreichung Projektskizzen bis 31. März.
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Der Förderaufruf im > Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) zielt auf Innovationen für mehr Attraktivität, Wirtschaftskraft und Lebensqualität im städtischen und ländlichen Raum – etwa neue Services und Konzepte für die Umnutzung von Immobilien und Flächen, Verbesserungen zur effizienteren Nutzung regionaler Ressourcen und Neuheiten im Bereich Smart-City oder Smart-Village. Zielgruppen sind KMU (inklusive Gründungen, Selbständige, gemeinwohlorientierte Unternehmen) sowie mit Unternehmen kooperierende Forschungseinrichtungen. In einem mehrstufigen Verfahren werden die besten Ideen ermittelt. Einreichung Teilnahmeanträge bis 5. Februar.
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| „Das ist die Stärke der Kammer: Wir sprechen nicht abstrakt über die Dinge, sondern konkurrieren in Wettbewerben und finden trotzdem zu einer gemeinsamen Verantwortung.“ |
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| Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg
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Altersvorsorge im Vergleich |
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Angestellte Architektinnen und Architekten haben, anders als selbständige Freiberufler, die Wahl: Gesetzliche Rente oder Versorgungswerk? Sich von der DRV-Pflicht befreien lassen? Oder beides? Viele Aspekte sind in einen Vergleich der beiden grundverschiedenen Alterssicherungssysteme einzubeziehen. Die Bundesarchitektenkammer (BAK) hat ihr ausführliches Hinweispapier zum Thema Versorgungswerkrente und Krankenversicherung neu überarbeitet. Mit übersichtlichen Vergleichssynopsen und zahlreichen Beispielrechnungen.
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Innenarchitekt:innen aufgepasst! |
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Bis zum 13. Februar läuft die Bewerbungsfrist für den Deutschen Innenarchitektur-Preis 2026. Gesucht sind Projekte, die durch hohe gestalterische Qualität, funktionale Klarheit und eine überzeugende Haltung einen nachhaltigen Beitrag zur gebauten Umwelt leisten. Die Teilnahme an dem vom Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, bdia, ausgelobten Verfahren erfolgt online.
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Kreisläufe schließen, Linearität überwinden |
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Florian Kaiser, seit dem Wintersemester 2024/25 Inhaber der neu geschaffenen Tenure-Track-Professur „Kreislaufgerechter Holzbau“ am Karlsruher Institut für Technologie KIT, hält am 28. Januar, 19 Uhr, seine Antrittsvorlesung. Im Vordergrund von Kaisers Forschung und Lehre steht das Ziel, ökologische und technische Kreisläufe zu schließen und die bisher vorherrschende lineare Bauwirtschaft zu überwinden. Dies ist auch Gegenstand des Forschungsprojekts „Domino Zirkular“. Florian Kaiser gründete 2017 gemeinsam mit Guobin Shen das Architekturbüro „Atelier Kaiser Shen“ – ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. (Foto: die mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur 2025 ausgezeichnete > Mehrzweckhalle Ingerkingen)
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Als einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts gilt Sep Ruf (1908-1982). Mit lichtdurchfluteten, offenen Gebäuden – darunter der Kanzlerbungalow in Bonn (Foto) – brachte er Natur und Mensch in Einklang: modern, elegant und der eigenen Zeit voraus. Gemeinsam mit dem Kommunalen Kino zeigt das Architekturforum Freiburg am 22. und 29. Januar, 19 Uhr, den Dokumentarfilm „Sep Ruf – Architekt der Moderne“.
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| AKBW gedenkt Jörg Aldingers |
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Architekt, Vermittler, Freund |
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| Er plante und baute bevorzugt Schulen, Kindergärten, Wohnungen. Auch die Sanierung und Neunutzung historischer Gebäude lag ihm am Herzen. Gut 30 Jahre lehrte er an der Hochschule Biberach, war Preisrichter in zahllosen Wettbewerbsjurys, zumeist leitete er sie, und engagierte sich in Gestaltungsbeiräten. |
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An Weihnachten verstarb der Stuttgarter Architekt Jörg Aldinger, 70jährig. „Leidenschaftlicher Architekt, kreativer Gestalter, intelligenter Vermittler, verlässlicher Partner, integrer Chef, konstruktiver Lehrer, geschätzter Kollege, langjähriger Wegbegleiter, Freund“ – so sahen ihn seine Büro-Kolleg:innen. Für Kammerpräsident Markus Müller kam Aldinger „dem Archetypus des Architekten sehr nahe: ein großartiger Mensch, vielfältig begabt, eloquent, ein freundschaftlicher Kollege, der anderen Raum zur Entfaltung ließ.“ Die Architektenkammer Baden-Württemberg gedenkt Jörg Aldingers in allerhöchster Wertschätzung.
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Bilder von oben: Markus Schwer; AKBW; sgfa; Willfried Wende auf Pixabay; KIT | Brigida González; ALPENREPUBLIK; Stadt Mannheim/Büro aldinger architekten |
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| Architektenkammer Baden-Württemberg |
| Danneckerstraße 54, 70182 Stuttgart |
| Telefon: 0711-2196-0, |
Telefax: 0711-2196-101 |
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